Wenn wir nicht dankbar sind oder zu wenig danken (Schukr), dann hat das vielerlei Gründe: Der erste ist, dass wir anfangen die Gaben (Nîma) Allahs, des Erhabenen, die wir umsonst vorfinden und die uns nie fehlen, nicht als Gaben (Nîma) zu betrachten. Wir schwimmen in Gaben (Nîma)… Nun, danken wir diesen Gaben, die uns zuteilwerden, genügend? Geben wir es zu: Nein. Auch unser erhabener Herr sagt „Meine Diener, die dankbar sind, sind wenige.“ Wenn wir nicht dankbar sind oder zu wenig danken (Schukr) dann hat das vielerlei Gründe: Der erste ist, dass wir anfangen die Gaben Allahs, des Erhabenen, die wir kostenlos vorfinden und die uns nie fehlen, nicht als Gaben zu betrachten. Die Luft ist eine große Gabe. Wenn es sie nicht gäbe, wäre es nicht möglich, dass wir am Leben blieben. Wenn die Luft auf Erden verschwände, würde es nicht lange dauern, nach zehn Minuten würden wir alle sterben. Derjenige, der die Luft erschafft, rettet uns jede Minute das Leben. Wir können nicht genug dafür danken (Schukr). Welch große Gabe der Sauerstoff ist, verstehen wir, wenn wir in Atemnot geraten. Wenn uns jemand erwürgt oder wenn wir in einem stickigen Raum, wie einer Sauna, lange bleiben, dann werden wir den Wert der Luft begreifen. Die Kostbarkeit der Gesundheit kennt jemand, der sich bis morgens vor Schmerzen krümmt. Die Bedeutung des Augenlichts verstehen blinde Menschen und den Wert der Ohren wissen taube Menschen zu schätzen. Ein Armer beklagt sich bei seinem Hodscha (religiöser Lehrer) und erzählt ihm, dass er sehr arm ist und überhaupt nichts besitzt. Daraufhin fragt ihn sein Hodscha: „Wenn man dir sagte, dass man dir zehntausend Dirham (vorislamische Währung) im Gegenzug für deine Augen geben wird, würdest du damit einverstanden sein?“ Er verneint. „Wenn du taub werden würdest für zehntausend?“ Das verneint er auch. „Wenn du stumm werden würdest, nicht reden könntest und dafür zehntausend Dirham erhieltest?“ Das verneint er auch. „Zehntausend dafür, wenn deine Hände und Füße gelähmt wären?“ Auch damit ist er nicht einverstanden. „Wenn du deinen Verstand verlieren würdest und sie dir dafür noch einmal zehntausend geben würden?“ Auf diese Frage antwortet er mit: „Was soll ich noch mit Geld anfangen, wenn ich meinen Verstand verloren habe?!“… Daraufhin sagt sein Hodscha: „Fürchtest du Allah, den Erhabenen, nicht? Schon nur wenige der Gaben, die du besitzt, sind wertvoller als fünfzigtausend Dirham, wie kannst du dich über Armut beklagen?“ Die Bedeutung der Freiheit verstehen Menschen im Gefängnis. Den Wert des Lebens begreifen Verstorbene. Es gibt keinen einzigen Verstorbenen, der, auch wenn es nur ein Tag wäre, nicht auf die Welt zurückkommen wollen würde. Diejenigen, die rechtschaffene Taten (Amal) verrichteten, weil sie wollen, dass sie noch mehr Belohnungen (Sawâb) verdienen und ihre Stufen im Paradies noch höher sind. Diejenigen, die Strafe erleiden hingegen, wünschen sich sehr zurückzukehren, um Tauba zu machen, aber diese Möglichkeit wurde niemandem gegeben und sie wird auch niemals jemandem gegeben werden. Wenn es kein Wasser gibt, können wir nicht leben. Unser Leben führen wir mit ihm fort. Was für eine große Gabe das Wasser ist, verstehen wir, wenn wir Durst haben. Und durstig zu sein, entsteht durch das Fasten, vor allem durch das Fasten an solchen langen und heißen Tagen. Dadurch, dass wir fasten, gleichen wir Engeln. Wie bekannt, essen und trinken sie auch nicht… Es ist nicht möglich, dass wir unserem erhabenen Herrn gebührend danken. Es genügt, wenn wir wissen, dass alle Gaben von Ihm kommen.